Brigade

Brigade

Brigade (französisch, v. mittelalt. brigare, »streifen«), der höchste aus derselben Waffe bestehende Truppenverband unter einem Generalmajor. Sie bildet das größte taktische Glied, das für Versammlungs- und Manövrierzwecke auf Kommando bewegt wird. Die oben abgebildete Brigade des Spielsystems Volley & Bayonet umfasst drei Infanterie-Regimenter mit einer Stärke von 3000 bis 4500 Soldaten. Mehrere Brigaden bilden eine Division.

Die Bezeichnung Brigade findet sich zuerst unter Gustav Adolf, dann in der französischen Armee unter Turenne, und in den Revolutionskriegen entstanden die Halbbrigaden, bestehend aus 2 Bataillonen Nationalgarden und 1 Bataillon Linientruppen, die Napoleon I. wieder abschaffte. 1808 wurden in Preußen durch Scharnhorst gemischte Brigaden von 2 Regimentern Infanterie, 2 Regimentern Kavallerie für die Dauer der Feldzüge eingeführt. 1819 erhielten diese Brigaden die Bezeichnung Division. Bei den preußischen Pionier-Kompanien befanden sich zu dieser Zeit hingegen 8 Brigaden Mineurs, jede Brigade zu 1 Gefreiten und 6 Mann.

Im Deutschen Kaiserreich umfasst die Infanterie-Brigade 2 Regimenter, die flügel- oder treffenweise verwendet werden können. Die Kavallerie-Brigade, aus 2 Regimentern bestehend, bildet ein Glied der Kavalleriedivision im Krieg, eine Feldartillerie-Brigade zu 2 Regimentern ist der Division im Frieden und Krieg zugeteilt. In der Friedensgliederung gibt es Fußartillerie-Brigaden und eine Eisenbahn-Brigade. Gendarmerie-Brigade. (s. Gendarmen).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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