Heinrich II. von Bourbon, Fürst von Condé, Herzog von Enghien

Condé (spr. kong-), Heinrich II., Fürst von, Herzog von Enghien, Sohn des Heinrich I. von Bourbon und seiner zweiten Gemahlin, Charlotte de la Trémouille, geb. 1. Sept. 1588 nach seines Vaters Tod in St.-Jean d’Angely, gest. 26. Dez. 1646 in Paris. Er kam 1595 an den Hof, wurde als eventueller Thronfolger anerkannt und in der katholischen Religion erzogen. Am 17. Mai 1609 vermählte sich Condé mit der schönen Charlotte Margarete von Montmorency; als König Heinrich IV. aber seiner Gattin nachstellte, entfloh er mit ihr nach Belgien und nach Mailand. Erst nach Heinrichs IV. Ermordung zog er 16. Juli 1610 feierlich in Paris ein. Marschall d’Aneres wachsender Einfluss kränkte ihn so, dass er im Juli 1615 zu den Waffen griff, bis er 1. Sept. 1616 verhaftet und nach der Bastille, dann nach Vincennes gebracht wurde. Am 16. Okt. 1619 durch Luynes befreit, war er von nun an ein treuer Diener des Königshauses und focht wiederholt gegen die Hugenotten. 1635 erhielt er zu dem Gouvernement von Burgund das von Lothringen, befehligte 1636 die zur Eroberung von Hochburgund bestimmte Armee und focht 1638 an der spanischen Grenze.

Bibliographie

  • Henrard, Paul Jean Joseph: Henri IV et la princesse de Condé (Brüssel 1885)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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