Friedrich Karl Wilhelm Prinz von Hohenlohe-Ingelfingen

Friedrich Karl Wilhelm, Prinz von Hohenlohe-Ingelfingen, geb. 1752 zu Ingelfingen, gest. 16. Januar 1815 in Kaschau, ist 1781 Major im österreichischen Dragoner-Regiment Karl August Pfalzgraf von Zweibrücken-Birkenfeld (Nr. 39), das im selben Jahr an seinen bisherigen Kommandeur Christian August Prinz von Waldeck als Inhaber verliehen wird. 1789 zum Oberst befördert, folgt Hohenlohe dem Prinzen von Waldeck als neuer Regimentskommandeur. Im Ersten Koalitionskrieg nimmt Hohenlohe mit den Waldeck-Dragonern Teil am Feldzug der östereichischen Oberrhein-Armee unter Wurmser, zeichnet sich im Feldzug von 1794 unter Feldzeugmeister Fürst von Hohenlohe-Kirchberg am 20. September bei Kaiserslautern und 9. Oktober bei Oggersheim aus, und wird im selben Jahr zum Generalmajor befördert.

Im Zweiten Koalitionskrieg führt Hohenlohe eine Kavalleriebrigade der Kürassier-Division von Feldmarschall-Leutnant Graf von Riesch in der österreichischen Hauptarmee Erzherzog Karls in Schwaben. Hier zeichnet er sich am 25. März 1799 in der Schlacht von Stockach aus, als seine Reiter die französische Kavallerie-Reserve unter General Jean-Joseph Ange d’Hautpoul bei Liptingen zersprengen.

Als kommandierender General an die Enz abkommandiert, greift Friedrich Karl Wilhelm Prinz von Hohenlohe am 3. November 1799 auf eigene Initiative das französisches Armeekorps des Generals Ney bei Bönnigheim und Erligheim nahe Lauffen an und schlägt Ney unter großem Verlust bis Sinsheim zurück. In Folge dieses Sieges kann die von der französischen Rhein-Armee eingeschlossene Festung Philippsburg entsetzt werden. Hohenlohe wird als Lohn dafür am 21. November 1799 zum Feldmarschall-Leutnant befördert und erhält das Ritterkreuz des Maria-Theresien-Ordens. Am 2. und 3. Dezember 1799 führt Hohenlohe eine Angriffskolonne mit drei Bataillonen Infanterie und 16 Eskadronen Kavallerie, die wesentlich zum siegreichen Verlauf des Gefechts von Wiesloch beiträgt.

Im Feldzug von 1800 steht Hohenlohe wieder bei der österreichischen Hauptarmee unter Feldzeugmeister von Kray in Süddeutschland, nimmt am 3. Dezember des Jahres als Divisionskommandeur an der unglücklichen Schlacht bei Hohenlinden teil, und führt die Reste seiner Truppe vom 12. bis 14. Dezember in den Rückzugsgefechten entlang der Saalach bis Salzburg.

Im Dritten Koalitionskrieg kommandiert Hohenlohe die schwere österreichische Kavallerie-Division (20 Eskadronen Kürassiere und sechs Geschütze) der fünften Angriffskolonne von Feldmarschall-Leutnant Fürst Liechtenstein, die am 2. Dezember 1805 bei Austerlitz im Zentrum der Schlacht zunächst erfolgreich eingesetzt, dann aber von überlegenen Kräften der französischen Kavalleriereserve Murat’s zersprengt wird. Friedrich Karl Wilhelm Prinz von Hohenlohe-Ingelfingen tritt 1809 in Pension und stirbt am 16. Januar 1815 in Kaschau (heute Kosice in der Slowakei)

Quellen

  • Archiv für Hohenlohische Geschichte

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