Kumt

Kumt

Das Kumt (Kummet, Kummt, böhm. Chomaut, poln. Chomato), das Halsgeschirr der Pferde, welches aus zwei zusammengesetzten krummen wie Ochsenhörner geschweiften Stücken Holz besteht, die mit Leder oder Leinwand überzogen und mit Stroh ausgestopft werden, da man sie den Zug- und Ackerpferden um den Hals hängt, um ihnen das Ziehen zu erleichtern. Das Fahrkumt wird den Pferden der Fuhrleute aufgelegt, das Ackerkumt bei der Feldarbeit eingesetzt.

In Westphalen wird es Hamm genannt, wo es früher auch eigene Hammmacher gab. Es scheint zu dem veralteten kam, krumm, zu gehören, entweder weil die gekrümmten Hölzer das Hauptstück eines Kumtes ausmachen, oder auch weil ein Pferd dadurch seiner Freiheit beraubt wird. Im Oberdeutschen heißt es die Halse, welches mit dem latein. Helcium überein kommt, entweder weil das Kumt am Hals getragen wird, oder von halten; s. Halse.

Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart (Leipz. 1796)

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