Grafschaft Mark

Wappen der Grafschaft Markt: in Gold ein dreireihig von Rot und Silber geschachter Balken
Wappen der Grafschaft Markt: in Gold ein dreireihig von Rot und Silber geschachter Balken.

Mark, vormalige deutsche Grafschaft des westfälischen Kreises, wurde durch den Haarstrang in den ebenen und fruchtbaren Hellweg (nördlich) und das gebirgige und rauhe Süderland oder Sauerland (südlich) geteilt und zerfiel in zwei Städtekreise, die die von Osten nach Westen fließende Ruhr voneinander trennte. Das Gebiet war 2225 qkm groß; die Hauptstadt war Hamm. Das Wappen der Grafschaft ist in Gold ein dreireihig von Rot und Silber geschachter Balken.

Das Geschlecht der Grafen von der Mark stammt aus dem Haus der Grafen von Altena, die das jetzt in Ruinen liegende Schloss Mark beim gleichnamigen Dorf in der Nähe von Hamm an sich brachten und sich seit 1203 danach benannten. Adolf III., der Sohn Adolfs II. und der Erbin von Kleve, Margarete, erhielt 1368 Kleve und 1380 die Mark, so dass beide Länder vereinigt wurden (s. Kleve, Herzogtum).

1609 fiel Mark bei der Teilung der jülichschen Erbschaft provisorisch, 1666 endgültig an Brandenburg, kam vorübergehend durch den Tilsiter Frieden 1807 an Frankreich, von diesem 1808 an das Großherzogtum Berg, wo sie das Ruhrdepartement bildete, bis sie 1813 wieder mit Preußen vereinigt wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts bildete sie einen Teil des Regierungsbezirks Arnsberg und zwar die fünf Kreise: Altena, Bochum, Hagen, Hamm und Iserlohn.

Bibliographie

  • Natorp: Die Grafschaft Mark (Iserl. 1859)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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