Panzerkampfwagen IV

Fahrzeug Bezeichnungen

Panzerkampfwagen IV Ausf. G3, 1:72 ESCI

Panzerkampfwagen IV Ausf. G3 aus der Sammlung von Jim Gordon. Das ESCI Modell wurde in Wintertarnung bemalt.

Die Tabelle zeigt die verschiedenen Ausführungen des Panzerkampfwagen IV der Wehrmacht, der auch von verbündeten Armeen eingesetzt wurde. Der Panzer IV war als Unterstützungspanzer konzipiert. Mittlere Panzerzüge mit Panzer IV wurden direkt hinter Panzer I, Panzer II und Panzer III eingesetzt, sie bekämpften erkannte Panzerabwehrkanonen auch auf große Entfernung im direkten Schuss mit Brisanzgranaten.

Panzer IV avancierte 1943 zum Kampfpanzer, nachdem der Panzer III nicht mehr für diese Aufgabe geeignet war. Panzer IV und Panzer III tauschten die Rollen: Panzer IV Ausf. F2 erhielt die 7.5 cm L.43 Kampfwagenkanone 40 und gab die 7,5 cm L.24 Sturmkanone 37 an den Panzer III Ausf. N ab. Der Panzer IV wurde als einziger deutscher Panzer während des gesamten Krieges gebaut.

Typ 1:72-Modell 1:76-Modell
Pz.Kpfw. IV Ausf. A
Unterstützungspanzer mit 7,5 cm L.24 Sturmkanone 37. Panzer IV Ausf. A besaß 20 mm Rundumpanzerung, innenliegende Geschützblende, Sehschlitze in der Kommandantenkuppel, und eine abgestufte Frontplatte. Das Fahrzeug erreichte 38 km/h auf Straßen. Andy Reid besitzt ein Photo eines Panzer IV Ausf. A im Einsatz in Nordafrika.
Pz.Kpfw. IV Ausf. B Crusader Models CMB50a
Wie oben, aber mit einem zuverlässigeren Motor.
Pz.Kpfw. IV Ausf. C Hinchliffe 20/193
Wie oben, aber mit einigen zusätzlichen Verbesserungen.
Pz.Kpfw. IV Ausf. D Crusader Models CMB50b
Unterstützungspanzer mit 7,5 cm L.24 Sturmkanone 37. Panzer IV Ausf. D besaß 30 mm Frontpanzerung und eine externe Geschützblende. Fahrzeuge dieses Typs dienten in Nordafrika.
Pz.Kpfw. IV Ausf. E
Unterstützungspanzer mit 7,5 cm L.24 Sturmkanone 37. Panzer IV Ausf. E erhielt Zusatzpanzerung in Form von 30 mm Stahlplatten, die auf dem Bug festgeschraubt wurden. Die Frontpanzerung der Wanne betrug insgesamt 60 mm, die Frontpanzerung am Turm konnte aber nicht entsprechend verbessert werden, weil die dort angebrachten Lüftungsschlitze nicht überpanzert werden durften. Fahrzeuge dieses Typs dienten in Nordafrika.
Pz.Kpfw. IV Ausf. F1 CDC Airfix 02308
Unterstützungspanzer mit 7,5 cm L.24 Sturmkanone 37. Panzer IV Ausf. F1 hatte 50 mm Frontpanzerung an Turm und Wanne. Die Sehschlitze in der Kommandantenkuppel wurden mit Panzerglas ausgestattet.
Pz.Kpfw. IV Ausf. F2 Airfix 02308
Kampfwertgesteigerter F1 mit der langen 7,5 cm L.43 Kampfwagenkanone 40. Die britischen Truppen in Nordafrika bezeichneten den F2 als Mark IV Special. Dieses Fahrzeug markiert den Rollenwechsel des Panzer IV vom Unterstützungspanzer zum Kampfpanzer. Der Panzer III wurde dieser Rolle nicht mehr gerecht und er konnte nicht im Kampfwert gesteigert werden wie der Panzer IV. Die freigewordene 7,5 cm L.24 Sturmkanone 37 der umgerüsteten F1 wurde anschließend in StuG. III Ausf. D, Panzer III Ausf. N, Sd.Kfz. 250/8 und 251/9 Halbkettenfahrzeuge eingebaut, die nun die Unterstützungsrolle des Panzer IV übernahmen.
Pz.Kpfw. IV Ausf. G1
Kampfwertsteigerung des F2 mit 30 mm Zusatzpanzerung am Bug. Die Wanne war nun vorne mit insgesamt 80 mm gepanzert, der Turm blieb bei 50 mm Frontpanzerung. Das zusätzliche Gewicht der angeschraubten oder verschweißten Panzerplatten machte das Fahrzeug buglastig, wodurch die vorderen Laufrollen beim Fahren sehr stark abgenutzt wurden. Panzer IV Ausf. G sind auf Bildern gut zu erkennen, sie neigen sich deutlich nach vorne. Dieses Fahrzeug behielt die 7,5 cm L.43 KwK 40 des F2 und die verschleißanfälligen Laufrollen mit Gummibelag.
Pz.Kpfw. IV Ausf. G2
Kampfwertsteigerung des G1 mit der längeren 7,5 cm L.48 Kampfwagenkanone 39. Das Fahrzeug war immer noch buglasting.
Pz.Kpfw. IV Ausf. G3 ESCI 1:87 ROCO
Produktionsvariante des F2, mit 80 mm Frontpanzerung und 7,5 cm L.48 KwK 39. Buglastig. Die Laufrollen wurden verbessert, um dieses Problem zu beheben, das Fahrzeug neigte sich aber immer noch deutlich nach vorne.
Pz.Kpfw. IV Ausf. H ESCI Fujimi 76012
Kampfwertsteigerung des G3, mit verbessertem Laufwerk. Die Laufrollen wurden neu entwickelt, um den Verschleiß zu reduzieren, das Problem wurde aber nicht ganz gelöst. Das Fahrzeug erhielt Schürzen am Turm und an den Seiten, zum Schutz gegen Hohlladungsgranaten.
Pz.Kpfw. IV Ausf. J CDC
Wie Ausführung H, jedoch mit Stahlrollen vorne im Laufwerk. Infolge Alliierter Luftangriffe gegen Kugellagerfabriken ging die Motorenproduktion derart zurück, dass Panzer IV Ausf. J nur noch ohne Turmantrieb ausgeliefert wurden. Der Turm musste von Hand gerichtet werden, ein deutlicher Nachteil im Gefecht. In dieser Ausführung wurde eine Nahverteidigungswaffe eingebaut.
Pz.Kpfw. IV Ausf. K1
(Projektion)
Aus unerklärlichen Gründen wurde die naheliegende Kampfwertsteigerung des Panzer IV zur Ausführung K nicht durchgeführt. Das Fahrzeug hätte mit der gewinkelten Frontpanzerung des Jagdpanzers IV nachgerüstet werden können. Bei gleichbleibend 80 mm Frontpanzerung hätte sich eine deutliche Gewichtseinsparung ergeben, die eine zusätzliche Überpanzerung des Turmes ermöglicht hätte. Infolge der Gewichtsreduzierung wären auch die Probleme mit dem Laufwerk und die schlechten Fahreigenschaften des Fahrzeugs reduziert worden. Diese Kampfwertsteigerung hätte bei der Instandsetzung der Panzer IV Ausf. G bis J durchgeführt werden können. Die Neuentwicklung Panzer V (Panther) wäre vielleicht nicht nötig gewesen. Modellbauer können den Panzer IV Ausf. K aus Teilen des Panzer IV und Jagdpanzer IV zusammenbauen.
Pz.Kpfw. IV Ausf. K2
(Projektion)
Produktionsvariante des K1, zusätzlich mit Nebelwurfanlage ausgestattet.
Pz.Kpfw. IV Ausf. L
(Projektion)
Dieses projektierte Fahrzeug hat eine flache Frontwanne mit 80 mm Panzerung, die das Gesamtgewicht deutlich reduziert. Der Panzer wird dadurch leichter und die Fahrwerksprobleme verschwinden. Der Turm kann vorne mit 80 mm gepanzert werden. Voraussetzung dafür ist ein Rauchabsauger am Rohr, von einem erbeuteten amerikanischen M36 Jackson kopiert, der die Lüftungsschlitze im Turm unnötig macht.

Die Liste zeigt Bausätze von Modellen 1:76 und 1:72, die den verschiedenen historischen Ausführungen des Pz.Kpfw. IV entsprechen. Leider sind nicht alle Typen dieses bekannten Fahrzeugs lieferbar, die vorhandenen Lücken im Sortiment werden aber hoffentlich bald geschlossen.

Historische Verwendung

  • Deutschland, 1937–1945
  • Rumänien, ab September 1942
  • Ungarn, ab September 1942
  • Italien, ab Mai 1943
  • Türkei, ab Mai 1943
  • Bulgarien, ab Februar 1943
  • Spanien, ab November 1943
  • Unabhängiger Staat Kroatien, ab Ende 1944
  • Finnland, 1946–1962
  • Syrien, 1962–1967

Andrew Mark Reid

Fragen und Antworten

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Figuren und Fahrzeuge der Deutschen Wehrmacht