Schießscharten

Schießscharten von innen

Schießscharten, auch Créneaux, die in Deckungen, Mauern, Brustwehren etc. angebrachten Öffnungen, durch die man mit Geschützen (Geschützscharten) oder Gewehren (Gewehrscharten, in Bretterzäunen und Hecken Schießschlitze, Schießlücken) feuert. Bei Mauerscharten sind die Seitenflächen (Schartenbacken oder Schartenwangen) gebrochen (Schartenbruch), um bei möglichst großem Gesichtsfeld an Deckung wenig zu verlieren. Senkscharten gestatten schräg oder senkrecht nach unten zu feuern, s. Festung; Maulscharten sind breit und schmal (für Gewehrfeuer). In anderen Sprachen wird der eigentliche Schießschlitz (arrowslit, meurtrière, balestriera) von der Schießnische (embrasure) unterschieden, in die der Soldat zum Schießen hineintritt. Über Minimalscharten s. Lafette.

Schießscharten von außen

Die Schießscharten in Schiffswänden heißen Stückpforten oder Pforten. In Panzerwänden wendet man, um die Panzerwand möglichst wenig zu schwächen und an Deckung nichts zu verlieren, Lafetten an, bei denen der Drehpunkt des Geschützes in der Geschützmündung liegt, so dass Minimalscharten genügen, die nur wenig größer sind als der Kopf des Geschützes. Über die Schießscharten im Mittelalter vgl. Piper, Burgenkunde (2. Aufl., Münch. 1906).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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