Zweite Schlacht bei Höchstädt
13. August 1704

Zweite Schlacht bei Höchstädt, 13. August 1704

Am 13. August 1704 erringen die vereinigten, 52.000 Mann zählenden Heere des Prinzen Eugen und Marlboroughs in der Zweiten Schlacht bei Höchstädt einen glänzenden Sieg über das 56.000 Mann starke französisch-bayerische Heer unter Marschall Tallard, Marschall Marsin und dem Kurfürsten Max Emanuel von Bayern. Diese erwarten in einer festen Stellung hinter dem Nebelbach zwischen Lutzingen und Blindheim (Blenheim), das, von den Franzosen unter Tallard besetzt, den Stützpunkt ihres rechten Flügels an der Donau bildet, den Feind. Marlborough und Prinz Eugen brechen am Morgen des 13. August aus ihrem Lager am Kesselbach auf, marschieren die Donau aufwärts, letzterer auf dem rechten Flügel, und greifen um Mittag die Bayern und Franzosen an. Mehrere heftige Stürme, namentlich auf Blindheim, werden abgeschlagen, bis gegen Abend Marlborough durch einen dreifachen Angriff auf die französische Reiterei zwischen Blindheim und Oberglauheim diese zersprengt, Oberglauheim erstürmt und die 11.000 Mann starke Besatzung von Blindheim zur Übergabe nötigt. Die Sieger verlieren 4.542 Mann an Toten und 7.942 Verwundeten, die Gegner 20.000 Tote und Verwundete, sowie 14.190 Gefangene; auch Tallard wird gefangen, als er feindliche hessische Dragoner mit eigener Reiterei verwechselte, die er für einen Ausfall aus Blindheim zu sammeln versucht. Es ist der erste große Sieg über Frankreich, der dem Spanischen Erbfolgekrieg eine entscheidende Wende gibt. Die Briten benennen ihn nach dem Dorf Blindheim.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Großdiorama der Schlacht bei Höchstädt, 13. August 1704.

Ausschnitt des Großdioramas der Schlacht bei Höchstädt, 13. August 1704, im Heimatmuseum Höchstädt an der Donau. Im Vordergrund der Sturm der alliierten Infanterie auf das Dorf Blindheim, und dahinter, von rechts nach links, der Durchbruch der britischen Kavallerie im Zentrum der französischen Schlachtlinie zwischen Blindheim und Oberglauheim. Am Horizont brennen die Ortschaften Oberglauheim (links) und Unterglauheim.

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