Spielleute

Spielleute

Spielleute, im Mittelalter Bezeichnung für die fahrenden Sänger, Musikanten, Gaukler etc., die um Geld ihre Künste vorführten (s. Fahrende Leute). Später hießen Spielleute (Signalisten) die Tamboure und Hornisten der Infanterie im deutschen Heer, deren je zwei bei der Kompanie waren, und die für ihre Ausbildung unter dem Bataillonstambour (Regimentstambour) standen. Reservespielleute waren je zwei Mann für die Kompanie, die im Gebrauch der Instrumente ausgebildet wurden, aber sonst Dienst mit der Waffe taten. Im Gefecht wurden die Spielleute außer zum Geben der Signale (s. Signal) hauptsächlich dazu verwendet, Augenverbindung zwischen dem Kompanieführer und den Zugführern zu halten; auch waren sie sämtlich im Signalflaggendienst ausgebildet.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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