Wilhelm II., Rufus (der Rote), König von England

Wilhelm II., Rufus (der Rote), König von England, zweiter Sohn Wilhelms I. und der Prinzessin Mathilde von Flandern, geb. zwischen 1056 und 1060, gest. 2. Aug. 1100, folgt seinem Vater 1087 als König von England und wird 26. Sept. des Jahres gekrönt. Von der seinem Bruder Robert zugefallenen Normandie erwirbt er durch den Frieden von 1091 die Grafschaft Eu, Fécamp, Cherbourg u. a. 1093 fällt König Malcolm von Schottland abermals in England ein, gerät aber in einen Hinterhalt und fällt nebst seinem Sohn Eduard. Um die Kosten eines Kreuzzugs zu bestreiten, verpfändet Robert von der Normandie 1096 Wilhelm sein Herzogtum. Als dieser aber auch das französische Vexin als zur Normandie gehörig beansprucht, kommt es 1097 zu einem Krieg mit Frankreich, der 1098 durch einen Waffenstillstand beendet wird. Wilhelm wird auf der Jagd im New Forest durch einen Pfeil erschossen; wer der Täter war, ist nicht mit Sicherheit festzustellen. In England hat Wilhelms harte und grausame Herrschaft ein schlechtes Andenken hinterlassen. Er war nicht vermählt, sein Bruder Heinrich I. folgt ihm in der Regierung.

Bibliographie

  • Freeman, The reign of William Rufus and the accession of Henry I. (Oxf. 1882, 2 Bde.)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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