Gustav Adolf Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst

Gustav Adolf, Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst, geb. 26. Febr. 1823 in Rotenburg an der Fulda, gest. 30. Okt. 1896 in Rom, jüngerer Bruder des Chlodwig Karl Viktor, Kardinalpriester in Rom seit 22. Juni 1866, verlässt als Gegner der in Rom herrschenden Jesuiten nach Beendigung des vatikanischen Konzils die Residenz des Papstes und geht nach Schillingsfürst, opponiert aber den Konzilsbeschlüssen nicht. Als Bismarck im April 1872 seine Ernennung zum Gesandten des Deutschen Reiches bei Papst Pius IX. vorschläft, wird er schroff abgewiesen. Erst im Februar 1876 kehrt Hohenlohe nach Rom zurück, erlangt bei Leo XIII. wieder Einfluss, wird 1879 zum Bischof von Albano ernannt, verzichtet aber 1884 wegen der damit verknüpften Kosten auf dieses Amt und bleibt nur Erzpriester bei Santa Maria Maggiore.

Bibliographie

  • »Aus dem Nachlasse des Fürsten Alexander von Hohenlohe« (hrsg. von S. Brunner, Regensb. 1851)
  • Pachtler: Biographische Notizen über den Prinzen Alexander zu Hohenlohe (Augsb. 1850)
  • Scharold: Lebensgeschichte Alexanders von Hohenlohe (Würzb. 1834)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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