Kalotte

Kalotte (franz. calotte), ein im 15. und 16. Jahrhundert übliches eng anliegendes Käppchen, besonders der Geistlichkeit, angeblich durch Karl VII. von Frankreich eingeführt, der auf Verlangen der Geistlichkeit kurz geschorenes Haar trug und diese Haartracht trotz der entgegengesetzten Sitte der Zeit bei seinem Hof einführte. Später war Kalotte Schimpfwort für die Pfaffen und das Priesterregiment. Dieselbe Benennung hatten aber auch schon die wattierten Kappen, die man unter den Helmen trug, und in der Reformationszeit wurde sie auch auf eine anliegende Kopfbedeckung der Frauen übertragen; daher auch in der Baukunst eine flache Kuppel. In der Geometrie nennt man Kalotte den einem Kugelabschnitte (Kugelsegmente) angehörigen Teil der Kugelfläche.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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