Kürass

Kürass

Kürass (franz. cuirasse, ursprünglich »Lederpanzer«), Brustharnisch der Kürassiere, aus Gussstahl, Chromstahl oder Eisen, zuweilen mit tombakner Platte belegt (preußische Garderegimenter), meist aus zwei Teilen (Doppelkürass), dem Brust- und Rückenstück, bestehend. Früher wurde vielfach der nur mittels Riemen am Koller oder über den Rücken befestigte Brustharnisch allein getragen. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Schutzwaffe der Reiterei aufgegeben, wurde der Kürass durch Napoleon I. wieder eingeführt. Da er aber trotz seines Gewichts (8–9 kg) gegen die moderne Feuerwirkung keinen Schutz gewährt, wurde er im deutschen Heer (1888) für den Feldgebrauch abgeschafft. In Frankreich ist er bis zum Ersten Weltkrieg beibehalten worden.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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