Beizeichen

Beizeichen, Turnierkragen

Beizeichen (Bruch, franz. Brisure), Zeichen in den Wappen, die zur Unterscheidung abgeteilter Linien oder zur Kennzeichnung jüngerer Geburt und unechter Abkunft (letzteres nur bei den romanischen Nationen) dienen. In Deutschland wurden die Beizeichen in vielfältiger Art geschaffen, z. B. durch Veränderung des Helmkleinodes oder der Tinktur, durch Vermehrung, Verminderung oder Stümmelung der Figuren. Die wichtigsten figürlichen Beizeichen, die in Deutschland vorkommen, sind der Stern und der Turnierkragen, hier am Beispiel des Wappens von Amauri VI. von Montfort-Amaury dargestellt. Man hat auch sphragistische Beizeichen, die den Zweck haben, zwei dem Bild und der Größe nach ähnliche Siegeltypen durch ein in die Augen fallendes Merkmal unterscheiden zu können.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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