Chevau-légers

Sächsisches Chevauleger-Regiment Graf Rutowski, 15 mm Zinnfiguren Old Glory

Chevau-légers (franz., spr. schwolesché, dt. Chevaulegers, oft unrichtig Chevaux-légers, Chevaux-legers, oder Chevauxlegers geschrieben), leichte Reiter gleich den Dragonern des späten 19. Jahrhunderts, entstanden in Frankreich ursprünglich als Haustruppe Heinrichs IV. 1660 wurden zwei Kompanien Chevau-légers de la reine errichtet. Nach der Ordonnanz von 1776 sollte jedes Kavallerieregiment aus 5 Schwadronen, darunter eine Chevau-légers, bestehen, und 1779 wurden die 24 Schwadronen Chevau-légers in 6 Regimenter zusammengezogen und die Chevau-légers der Garde aufgelöst. Österreich, Italien und einige deutsche Staaten nahmen die Bezeichnung ebenfalls an. In Frankreich wurden aus den Chevau-légers unter Napoleon I. Chasseurs à Cheval und Lanciers, Österreich wandelte sie 1852 in Ulanen um, das Großherzogtum Hessen die seinigen in Dragoner. Anfang des 20. Jahrhunderts bestand der Name Chevau-légers nur noch in Bayern und als Cavalleggieri in Italien.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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