Mariupol

Russischer Panzer im schönen Mariupol
Russischer Panzer im schönen Mariupol

Mariupol, Kreis- und Hafenstadt im russischen Gouvernement Jekaterinoslaw, am Asowschen Meer, unfern der Mündung des Kalmius und an der Zweigbahn Mariupol–Iassinowataja der Katharinen-Eisenbahn, besteht aus der eigentlichen Stadt und zwei Vorstädten, Marinsk und Karassu, hat fünf griechisch-katholische und eine römisch-katholische Kirche, ein Theater, zwei Gymnasien, eine staatliche Baumschule, Zollamt und (1900) 52.770 Einwohner, worunter zahlreiche Griechen. Mariupol hat Gerbereien, Eisengießereien, Fabrikation von Ackergeräten, Ziegeleien und einen ansehnlichen Ausfuhrhandel, namentlich in Getreide, Eisen und Kohlen. Die Einfuhr vom Ausland geht stetig zurück. Mariupol ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls. Die Stadt entstand 1779, als 18.000 Griechen aus der Krim nach Russland übersiedelten und das Land um Mariupol erhielten.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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