Fürstentum Moers

Moers (Meurs), ehemaliges deutsches Fürstentum, zwischen dem Rhein und dem Herzogtum Geldern, 330 qkm groß mit 28.000 meist reform. Einwohnern, stand im Mittelalter unter den Grafen von Moers, ging 1493 durch Verheiratung an den Grafen Wilhelm von Wied und von diesem 1519 an seinen Schwiegersohn, den Grafen Wilhelm von Neuenahr, über. Dessen Tochter Walburg (gest. 1600) vermachte trotz der vertragsmäßigen Ansprüche Kleves die Grafschaft dem Prinzen Moritz von Nassau-Oranien, bei dessen Hause sie verblieb, bis nach dem Tode Wilhelms III., Königs von Großbritannien (1702), der König Friedrich I. von Preußen als Herzog von Kleve, gestützt auf das Testament seines Großvaters mütterlicherseits, des Erbstatthalters Friedrich Heinrich, sie in Besitz nahm und, nachdem das Reichskammergericht Friedrichs Ansprüche gegenüber den eines von Wilhelm III. zum Erben eingesetzten oranischen Seitenverwandten als legitim anerkannt hatte, 1707 zu einem Fürstentum erheben ließ. 1801 wurde Moers mit dem linken Rheinufer an Frankreich abgetreten, kam 1814 an Preußen zurück und gehört seitdem zum Regierungsbezirk Düsseldorf.

Dietrich II. focht 1288 in der Schlacht von Worringen und geriet als Gefolgsmann des Erzbischofs von Köln in Gefangenschaft.

Bibliographie

  • Altgelt: Geschichte der Grafen und Herren von Moers (Düsseld. 1845)
  • Clemen: Die Kunstdenkmäler des Kreises Moers (Düsseld. 1892)
  • Hirschberg: Geschichte der Grafschaft Moers (Moers 1904)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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