Parteigänger

Parteigänger (franz. partisan), Söldnerscharen, die, nur des Gewinnes wegen dienend, nicht selten den Dienst wechselten, sobald ihnen vom Gegner glänzendere Angebote gemacht wurden, oder Führer, die aus rein persönlichen Gründen Partei ergriffen. Später die Führer kleiner Abteilungen (Freikorps), die, ohne steten Zusammenhang mit dem Heer, durch den kleinen Krieg (s. Guerillas) dem Feinde zu schaden suchten. Diese Art der Kriegführung verspricht besonders dem Verteidiger im eigenen Lande Vorteile gegen die langen Verbindungslinien des Angreifers. S. auch Francs-Tireurs.

Beispiele aus neuer Zeit über Tätigkeit und Bekämpfung von Parteigängern enthält Balcks »Taktik«, Bd. 6: Gefechtslehre (2. Aufl., Berl. 1904). Über die im beginnenden 20. Jahrhundert gültigen völkerrechtlichen Anschauungen bezüglich der Parteigänger vgl. »Kriegsgeschichtliche Einzelschriften«, herausgegeben vom Großen Generalstab, Heft 31 (Berl. 1902).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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