Umayyaden

Umayyaden (Omaijaden, Omejjaden, Omajjiden), arab. Geschlecht, aus dem mehrere Herrscherdynastien hervorgingen, gehörte zum Stamm Koreisch (s. d.). Stammvater war Omaija, Sohn des Abd Schems. Als Mohammed in Mekka auftrat, hatten die Umayyaden bedeutendes Ansehen daselbst, und ihr Oberhaupt Abu Sufjân, Omaijas Enkel, war einer der Anführer der Koreischiten im Kampf gegen Mohammed, dem er sich erst 630 unterwarf. Abu Sufjâns Sohn Muawiya (Moâwija) ward von Omar zum Statthalter von Syrien ernannt, trat nach Othmâns Ermordung 656 als Bluträcher für ihn auf und versagte Ali die Anerkennung. Nach dem unentschiedenen Kampfe mit Ali bei Siffîn 657 wusste er diesen immer mehr zurückzudrängen und bemächtigte sich nach Alis Ermordung und der Abdankung von dessen schwächlichem Sohn Hassan 661 des Kalifats. Mit ihm beginnt die erste Dynastie der Umayyaden im Araberreich, die, in Damaskus residierend, dem Reich 14 Kalifen gab, die Herrschaft des Islams zur höchsten Blüte und Ausbreitung brachte, Künste und Wissenschaften pflegte und mit Merwân II. 750 durch die Abbasiden unterging (s. Kalifen). Der abbasidischen Verfolgung entgingen wenige Mitglieder, von denen das eine, Ab der Rahmân (s. d.), nach Spanien entkam und 756 der Begründer der zweiten Dynastie der Umayyaden in Cordoba wurde; die Herrschaft derselben (756-1031) endigte mit der Thronentsagung Hischâms III. (s. Spanien und Kalifen).

Bibliographie

  • Wellhausen: Das arabische Reich und sein Sturz (Berl. 1902)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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