Zinnfiguren

Zinnfiguren

Zinnfiguren, Zinnsoldaten (auch Bleisoldaten genannt), aus Zinnguss hergestellte Nachbildungen von Soldaten zu Fuß und zu Pferd, die, wie Gräberfunde ergeben haben, schon in altrömischen Zeiten als Kinderspielzeug dienten. In mittelalterlicher Zeit können die Pilgerabzeichen der Kreuzfahrer aus Blei, gewappnete Ritter etc. als Ahnen der Zinnsoldaten gelten. In neuerer Zeit kamen sie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu weiter Verbreitung, nachdem die Kriege Friedrichs des Großen das Interesse am Soldatenspiel erweckt hatten. Zinnsoldaten, später auch andere Menschen- und Tierfiguren aus Zinn, zu großen Gruppen und szenischen Darstellungen mit landschaftlichem Beiwerk zusammengefügt (s. Diorama), wurden zu einem bedeutenden Zweig der Nürnberger und Fürther Spielwarenindustrie. Hervorragende Künstler, wie Heideloff, Wanderer, Camphausen, Burger u. a., suchten ihn künstlerisch zu veredeln.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Zinnfiguren verschiedener Epochen

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