Litze

Litze

Litze, schmale Schnur, Borte, Tresse, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zum Besatz von männlichen Oberröcken, besonders an den Aufschlägen der Ärmel und auf der Brust, und von Beinkleidern an der französischen Tracht aufkam und während des 18. Jahrhunderts beibehalten wurde. Später nur bei Uniformen, Livreen etc. üblich.

Litze

Gegenwärtig versteht man unter Litze ein eigentümlich gewebtes, durchbrochenes Band zur Einfassung von Hemden, Schürzen, Vorhängen etc., desgleichen zum Anhäkeln spitzenartiger Gegenstände. Bei Herstellung dieser Gewebe arbeiten die Schüsse jeweilig nur mit einzelnen Kettenfädengruppen, während sie über die anderen Fäden umsonst hin und her gehen. S. nebenstehende Abbildung.

Unter Litze versteht man auch ein Gebinde Garn und am Webstuhl die Schaftschnüre, durch deren Schlingen die Kettenfäden geführt sind; in der Seilerei einen aus mehreren Fäden zusammengedrehten starken Faden, deren mehrere ein Seil bilden.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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