Luftwaffenfelddivision

Infanterie der Luftwaffe 1941–1945

Jäger der Luftwaffe schützen eine 8,8 cm FlaK 36 im Erdkampf

Jäger der Luftwaffe schützen eine 8,8 cm FlaK 36 im Erdkampf. Die Luftwaffe setzte bereits 1941 so genannte Alarmeinheiten im Infanteriekampf gegen russische Partisanen ein, die Nachschubwege und Feldflugplätze bedrohten. Der Feldzug in Russland 1941 brachte der Wehrmacht große Verluste ein, die es schnellstmöglich zu ersetzen galt. Eine Quelle möglicher Reserven waren die zahlreichen Luftwaffensoldaten ohne besondere technische oder fliegerische Ausbildung, die zum Dienst in der Infanterie herangezogen werden konnten. Um diese Soldaten nicht an das Heer zu verlieren, stellte die Luftwaffe 1942 eigene Feldregimenter auf, die den bei Volkhov, Demyansk, und Kholm kämpfenden Divisionen der Wehrmacht unterstellt wurden. Die Verteidiger von Kholm zeichneten sich unter dem Luftwaffengeneral Meindl besonders aus und schafften dadurch einen Präzedenzfall für den späteren Aufbau der Luftwaffenfelddivisionen. Ab September 1942 suchte das Oberkommando der Luftwaffe Freiwillige der Luftwaffe für 22 neue Luftwaffenfelddivisionen (LwFD), die im Osten aufgestellt werden sollten. Auf diese Weise wollte man das Rekrutieren von Luftwaffensoldaten durch das Heer verhindern. Ein schwerwiegender Fehler, wie sich bald herausstellen sollte.

Den Kern der neuen Einheiten bildeten Fallschirmjäger und andere Luftwaffensoldaten mit Erfahrung im Infanteriekampf. Die Kampfstärke einer LwFD entsprach etwa der Stärke einer Heeresbrigade, aber die 22 neuen LwFD erhielten dringend benötigte Fahrzeuge und Ausrüstung, mit denen man viele angeschlagene Heeresdivisionen wieder hätte auffüllen können. Die Felddivisionen verfügten über unzureichenden Transportraum, wenig Artillerie, Panzerabwehrkanonen, und andere Unterstützungstruppen auf Divisionsebene. Außerdem fehlte es an Ausbildung und Kampferfahrung. Trotz dieser offensichtlichen Mängel wurden Luftwaffenfelddivisionen immer wieder zur Verteidigung von normalen Divisionsabschnitten herangezogen, die sie im Falle eines ernsthaften Angriffes nicht lange halten konnten. Wenn Frontdurchbrüche erfolgten, mussten auch die benachbarten Heeresdivisionen zurückweichen, um nicht überflügelt und aufgerieben zu werden.

Angesichts ihrer schwachen Leistung wurden die Luftwaffenfelddivisionen im November 1943 vom Heer übernommen. Die meisten Luftwaffenoffiziere wurden durch erfahrene Infanterieoffiziere des Heeres ersetzt, und die Einheiten wurden nun Felddivisionen (Luftwaffe) genannt. Ab November 1943 erhielten die Felddivisionen (L) die neue Gliederung der Infanteriedivision von 1944.

Bekannte Modelle

  • Infanterie der Luftwaffe in Tarnjacke und Feldmütze, 20 mm IT Figures
    • l.MG Trupp, 20 mm IT Figures LUFT.9
    • PaK-Bedienung, 20 mm IT Figures LUFT.14
  • Infanterie der Luftwaffe mit Zeltbahn, 20 mm Britannia Miniatures
    • Leichter Granatwerfer und 2 Mann, 20 mm Britannia Miniatures LUFT.20
    • PaK-Bedienung, 3 Figuren, 20 mm Britannia Miniatures LUFT.21

Bibliographie

Historische Verwendung

  • Ostfront
  • Griechenland (Leros), 1943
  • Mazedonien und Jugoslavien, 1944
  • Italien, 1944
  • Frankreich, Niederlande, und Deutschland, 1944-1945
  • Norwegen, 1945

Interessante Umbauten

  • Jäger und Füsiliere der Luftwaffe mit Zeltbahn oder Tarnjacken können auch als Soldaten der Wehrmacht bemalt werden.

Simulationsspieler werden das Feldregiment der Luftwaffe wegen seiner ungewöhnlichen Zusammenstellung aus leichter Infanterie und FlaK interessant finden. Einzelne Feldbataillone können Divisionen der Wehrmacht direkt unterstellt sein.

Fragen und Antworten

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Figuren und Fahrzeuge der Deutschen Wehrmacht