Römischer Konsul Publius Cornelius Scipio

Publius Cornelius Scipio, gest. 211 v. Chr., Sohn des Lucius Cornelius Scipio, erhält für das Jahr 218 den Auftrag, als Konsul, den Krieg gegen Hannibal in Spanien zu führen, erfährt aber auf dem Weg dahin in Massilia, dass Hannibal schon an der Rhone stehe und sich anschicke, die Alpen zu überschreiten. Daher lässt Publius das Heer unter seinem Bruder Gnaeus Cornelius Scipio nach Spanien gehen und kehrte selbst nach Italien zurück. Dort wird er jedoch in einem Reitertreffen am Ticinus geschlagen und bald darauf nochmals mit seinem Mitkonsul Sempronius Longus an der Trebia. 217 folgt er seinem Bruder nach Spanien, und nun erkämpfen beide gemeinschaftlich mehrere Siege über die Karthager, erleiden aber 212, als sie sich trennen, um den Krieg zugleich auf mehreren Punkten zu führen, völlige Niederlagen, in denen sie selbst umkommen. Publius’ Sohn P. Cornelius Scipio Africanus (der ältere) zieht schon als Jüngling durch seine Tapferkeit die Augen des Volkes auf sich, und sein Sohn Lucius Cornelius Scipio erhält nach siegreicher Beendigung des Krieges gegen den Seleukiden Antiochos III. den Beinnamen Asiaticus.

Bibliographie

  • Frantz: Die Kriege der Scipionen in Spanien (Münch. 1883)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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