Achselband

Achselband

Achselband, Achselstück, Epaulette, war ehedem zur Haltung des Degengehänges und der Feldbinde bestimmt, und wird jetzt auch ohne diesen Zweck zur Zierde angewandt. Es besteht gewöhnlich in einer Quaste, über die Schulter reichend, von Gold-, Silber- oder Seidenfaden. In neueren Zeiten benutzt man es, um dadurch den Grad des Dienstes anzuzeigen, indem man den Generalen, Stabsoffizieren und Kompanieoffizieren augenfällig abweichende Formen der Achselstücke gab, und dann minder bemerkliche durch kleine Zierraten, oder eingewirkte Streifen zur Unterscheidung der Stufen in dieser Abteilung einführte. – Als Kriegsuniform hat die englische und hannöversche Armee fast allgemein Achselstücke; in der französischen Armee dienen wollene Achselstücke zur Auszeichnung der Grenadiere, Voltigeure usw. In der preußischen Armee sind die Achselstücke von Tuch mit einer Nummer versehen, und dienen nicht nur zur Festhaltung der Säbel- und Patronentaschen-Gehänge, sondern auch durch ihre Nummer und Farbe zur Unterscheidung der verschiedenen Regimenter, und selbst der Armeeabteilungen. In den meisten Armeen dient das Achselstück, in verschiedenen Formen, zur Auszeichnung der Offiziere.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

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