Anschlag

Anschlag mit dem Gewehr

Anschlag, mit dem Gewehr, das Anlegen desselben, mit dem Kolben gegen die Schulter und die Backe des Gesichts. S. Schießübungen. Die Abbildung zeigt einen Grenadier der Chasseurs de Fischer beim Anschlag im Knien.

Beim Bataillonsfeuer und Pelotonfeuer wird das Kommando „Schlagt an!“ wie „t’an!“ ausgesprochen.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

Anschlag, die innere Fläche a b des in eine Maueröffnung (Fenster, Tür, Tor) vorspringenden Mauerstreifens, die dazu dient, einen Rahmen zur Aufnahme des Tür-, Fenster- oder Torflügels befestigen (anschlagen) zu können. s. a. Mauerbögen.

Quelle: Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften (Stuttg., Leipz. 1904)

Anschlag, soviel wie Kostenanschlag, Berechnung des Kostenbedarf, z. B. eines Bauunternehmers (s. Bauanschlag).

Anschlag des Gewehrs, das Halten desselben in schussfertiger Lage mit dem Kolben am Kopf. Man liegt im Anschlag, wenn man mit dem angelegten Gewehr schussfertig auf das Schießobjekt wartet.

In der Tischlerei die Seite des Falzes, gegen die bei Fensterfuttern und Türzargen die Fenster- und Türflügel schlagen.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Glossar militärischer Begriffe