Pelotonfeuer

Pelotonfeuer

Pelotonfeuer, eine vom Herzog von Marlborough und Leopold von Anhalt-Dessau im Spanischen Erbfolgekrieg entwickelte Taktik, bei der die acht Pelotons eines Infanterie-Bataillons jeweils abwechselnd geschlossene Salven abgaben. Gefechtsbereit in Linie angetreten, waren die Pelotons von 1 bis 8 numeriert, das 1. Peloton am rechten Flügel des Bataillons, das 8. am linken. Beim Pelotonfeuer wurde in der Reihenfolge 1, 8, 2, 7, 3, 6, 4, und 5 geschossen und dann wieder beim 1. Peloton begonnen. Gute Ausbildung und Feuerdisziplin vorausgesetzt, konnte das Bataillon auf diese Weise ein beeindruckendes, rollendes Feuer entlang seiner Front entwickeln und dabei immer genügend geladene Gewehre in Bereitschaft halten, um plötzlich auftretenden Feind bekämpfen zu können. Nach dem Siebenjährigen Krieg war das Pelotonfeuer nicht mehr üblich, weil es zu leicht in ein Plackerfeuer ausartete, bei dem jeder Soldat unmittelbar feuerte, sobald er seine Flinte neu geladen hatte.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

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