Bückeburg

Bückeburg, Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Schaumburg-Lippe, am Abhang des Harrel und an der Staatsbahnlinie Wustermark-Hamm, 63 m ü. M., hat ein Schloss (seit 1534 Residenz) mit schöner Kapelle, zwei evangelische und eine katholische Kirche, Synagoge, Gymnasium mit Realprogymnasium, evangelisches Schullehrerseminar, fürstliche Bibliothek und (1900) mit der Garnison (ein Jägerbataillon Nr. 7) 5625 meist evangelische Einwohner.

Bückeburg ist Sitz der Oberbehörden des Landes, eines Land- und Amtsgerichts, eines Landratsamts und der Niedersächsischen Bank. Die ehemaligen Festungswerke sind in schöne Parkanlagen verwandelt worden. An der Straße nach Lahde, im nahen Schaumburger Wald, liegt das Lustschloss »Zum Baum« (Jagdschloss Baum) mit dem Grabmal des Feldmarschalls Grafen Wilhelm; auf dem Harrel der Idaturm.

Zum Landgerichtsbezirk Bückeburg gehören die zwei Amtsgerichte Bückeburg und Stadthagen. Bückeburg entstand 1304, erhielt 1365 Fleckengerechtigkeit und wurde 1609 vom Fürsten Ernst zur Stadt erhoben. Herder wirkte hier 1771–76 als Hofprediger.

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