Pfanndeckel

Pfanndeckel, oder Deckel, am Feuergewehr, s. Schloss.

Pfanndeckel der Lafette

Pfanndeckel, gehören zum Beschlag der Lafette, und dienen, um die Schildzapfen des Geschützes in den Unterpfannen der Schildzapfenlager festzuhalten. Sie sind mit einer kleinen Kette an der Lafettenwand außerhalb befestigt, und greifen mit einem vorstehenden Teil, dem Bart, vorne in das Zapfenloch der Unterpfannen ein.

Pfanndeckel, von Leder, am kleinen Gewehr, dient, den emporstehenden Teil des Deckels, die Batterie, zu bedecken, um das zufällige Losgehen des Gewehrs zu verhindern, auch die Batterie gegen Stöße zu schützen. Statt ihrer hat man auch die Hahndeckel, ebenfalls von Leder, zur Bedeckung des Steins. – Beim Geschütz ist der Pfanndeckel eine lederne Kappe, welche vermittelst eines Riemens über das Zündloch geschnallt wird.

Quelle: Rumpf, H. F.: Allgemeine Real-Encyclopädie der gesammten Kriegskunst (Berl. 1827)

Glossar militärischer Begriffe