Batterie

Batterie, 15 mm Zinnfiguren Minifigs

Batterie (franz.), eine Zusammenstellung von Geschützen zu einem bestimmten taktischen Zweck; im besonderen die kleinste taktische Einheit der Feldartillerie, die aus sechs oder mehr Geschützen nebst Fahrzeugen, Mannschaft und Bespannung besteht. Das abgebildete Batterie der Gefechtssimulation Empire III besteht aus 4 Zügen, die jeweils zwei Geschütze und Mannschaften darstellen.

Bei reitenden Batterien ist die Mannschaft beritten, bei den fahrenden wird sie auf Geschützen (meist auf Achssitzen), Protzen und Wagen mitgeführt. Im Kriegsfall formiert man außerdem schwere Feldbatterien, meist zu vier Geschützen, Kanonen, hauptsächlich aber Haubitzen oder Mörser; die Bedienung stellt die Fußartillerie. Die Feldartillerie hat also »leichte« und »schwere« Kanonen, Haubitz- und Mörserbatterien. Hierzu kommen noch auf geeigneten Kriegsschauplätzen Gebirgsbatterien, deren Geschütze (meist vier) zerlegbar und auf Maultieren fortzuschaffen sind. Die Batterie wird von einem Hauptmann (Batteriechef), der Zug (2 Geschütze) von einem Leutnant (Zugführer), das Geschütz von einem Unteroffizier (Geschützführer) kommandiert.

Im Festungskrieg heißt Batterie eine Brustwehr, welche die dahinter stehenden Geschütze (meist 6 oder 4) decken und den Mannschaften, der Munition etc. durch besondere Räume Schutz gewähren soll. Die Bedienungsmannschaft wird von den Kompanien (in Frankreich Batterien) der Fußartillerie gestellt. Die Angriffs- oder Belagerungsbatterien werden nach der Geschützart unter Bezeichnung des Kalibers (z. B. 15 cm Haubitzbatterie) benannt. Zur Zeit des schematischen Angriffs (Vauban) bezeichnete man die Batterien hauptsächlich nach ihrem Zweck als Bombardements-, Enfilier-, Wurf-, Demontier-, Demolier- und Bresch- (direkte und indirekte) Batterien. Seitdem aber die Hauptartillerieaufstellung des Angreifers das Niederkämpfen der Verteidigungsartillerie zum Zweck hat, kommen diese Bezeichnungen nur gelegentlich zur Anwendung. Bei den Verteidigungsbatterien nennt man die auf den Flügeln der Forts angehängten, meist im Frieden schon ausgebauten Anschluss-(Annex-)batterien, die in den Zwischenräumen der Forts erbauten Zwischenbatterien. Bei der Armierung im Vor- oder Zwischengelände des Forts erbaute Batterien heißen Armierungsbatterien. Über Küsten-, Hafen oder Strandbatterien s. Küstenbefestigung.

Im Seewesen heißt Batterie jeder gedeckte Raum, wo mehr als 3 Geschütze stehen; Batterieoffizier, Seeoffizier, dem die Artillerie des Schiffes unterstellt ist. Schwimmende Batterien hießen früher gepanzerte Fahrzeuge, s. Panzerschiff.

Bibliographie

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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