Stellung

Stellung

Stellung (Verteidigungsstellung), Geländeabschnitt, in dem sich ein Heeres- oder Truppenkörper verteidigt oder verteidigen kann. Nach der Größe des letzteren unterscheidet man Schlacht- oder Gefechtsstellung, nach seiner besonderen Aufgabe Avant-, Arrieregarden- und Vorpostenstellung, nach der Gefechtsabsicht reine Verteidigungsstellungen (nur Abwehr) und solche Stellungen, aus denen heraus später durch den Gegenstoß zum Angriff übergegangen und dadurch eine der reinen Abwehr versagte nachhaltige Entscheidung herbeigeführt werden soll. In einer Aufnahmestellung will man zurückgehenden eigenen Truppen einen Halt bieten; sie liegt am günstigsten rückwärts-seitwärts der zurückgehenden Truppe, weil dadurch der Feind am wirksamsten gezwungen wird, sich zunächst gegen sie zu wenden. Über Flankenstellung s. Flanke. Vgl. Position.

In Bereitschaftsstellung (richtiger Bereitschaftsaufstellung) ist das gedeckte (gegen Sicht und Feuerwirkung) oder doch verdeckte (nur gegen Sicht) Bereitstellen eines Truppen- oder Heereskörpers zum Zwecke späteren Einsetzens in das Gefecht. Bereitstellung der Artillerie heißt das Bereithalten der auf- oder abgeprotzten Batterien nahe der gewählten Feuerstellung.

In der Feuerstellung selbst, die vielfach auch nur mit Stellung bezeichnet wird (z. B. in Stellung gehen), erfolgt die Verwendung der Feuerwaffen; der Ausdruck ist dann meist gleichbedeutend mit Feuerlinie. Endlich bedeutet Stellung die körperliche Lage oder Haltung eines einzelnen Schützen, der sich zum Feuergefecht bereithält oder zum Nahkampf die Fechterstellung (s. Fechtkunst) einnimmt, auch des Soldaten bei Schieß- oder Exerzierübungen. Vgl. Stellung des einzelnen Soldaten.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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