Haubitze

Haubitze

Haubitze (v. tschech. houfnice), ursprünglich hölzerne Schleuder zum Werfen von Steinen »haufenweise«, später ein Wurfgeschütz in Räderlafette, das in der Rohrlänge, 6–8 Kaliber, zwischen Kanonen und Mörsern stand. Haubitzen kommen (als Hauffnitz) zuerst 1425 bei den Hussiten vor, schossen Steinkugeln, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch Granaten, später auch andere Artilleriegeschosse. Von Ende des 18. Jahrhunderts ab hatten die Kanonenbatterien auch zwei Haubitzen oder letztere bildeten Haubitzbatterien, bis sie von gezogenen Geschützen verdrängt wurden. Der Gebrauch war im Feld- und Festungskrieg ein sehr vielseitiger; man beschoss damit besonders gedeckte Ziele, das Innere von Schanzen etc. Im gezogenen System stellte man zuerst neben die langen die kurzen Kanonen und nennt letztere, wenn die Verkürzung des Rohres bis auf 10–12 Kaliber geschieht, Haubitzen. Vgl. Geschütz.

Die Abbildung zeigt eine bayerische Geschützbatterie der Napoleonischen Kriege mit zwei Kanonen und einer Haubitze. Die 15 mm großen Zinnfiguren von Heritage Miniatures sind für das Spielsystem Empire III montiert. Jedes Geschützmodell stellt eine Sektion mit zwei Stücken dar.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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