Sioux

Natchez (Nauchee), Indianervolk mit eigener Sprache, das früher am unteren Mississippi in der Gegend der nach ihm benannten Stadt Natchez (s. unten) lebte, jetzt aber durch eingeschleppte Seuchen und vier verlorene Kriege (1. Natchez-Krieg 1716, 2. Natchez-Krieg 1722, 3. Natchez-Krieg 1723, und Natchez-Aufstand 1729) gegen französische Siedler und Kolonialtruppen bis auf wenige Individuen im Indianerterritorium ausgestorben ist. Die Natchez, von Chateaubriand (s.d.) in seiner gleichnamigen Dichtung idealisiert, verehrten die Sonne, unterhielten ein ewiges Feuer, bauten Tempel und Häuser auf künstlichen Hügeln und waren geschickte Weber und Töpfer.

Natchez (spr. nætʃɪz), Hauptort der Grafschaft Adams des nordamerikanischen Staates Mississipi, auf 60 m hoher Uferwand, dem Natchez Bluff, links am Mississippi gelegen, Knotenpunkt der Eisenbahn, Fährplatz, hat von immergrünen Bäumen beschattete Straßen, einen Gerichtshof, eine katholische Kathedrale, Militärschule, Frauenhochschule, Baumwollhandel und (1900) 12.210 Einwohner. Natchez wurde 1716 von französischen Kolonisten gegründet, die sich neben dem neu errichteten Fort Rosalie niederließen, und hat seinen Namen von dem in der Folge ausgestorbenen Volk der Natchez (s. oben).

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

Indianer