Danewerk

Danewerk (dän. Dannevirke), alter Grenzwall der Dänen gegen die Deutschen in Schleswig, nördlich von der Eider, vom Dorf Hollingstedt bis südlich von der Stadt Schleswig in einer Länge von ca. 17 km mit einer Höhe von 10–13 m sich erstreckend, ward vom Dänenkönig Gottfried (Götrik) zu Beginn des 9. Jahrhunderts errichtet. Zweimal im Mittelalter, unter Heinrich I. (934) und Otto II. (974), überschritten deutsche Heere das Danewerk, das seit der Verbindung Schleswigs mit Holstein allmählich in Verfall geriet und erst 1848 durch die Schlacht bei Schleswig (23. April), wo die Befestigungen dem ersten Angriff der Preußen erlagen, wieder eine historische Bedeutung erlangte. Obwohl seit 1850 mit großem Kostenaufwand und auf Grund eines wohldurchdachten Planes zu einer starken Position ausgebaut, ward das Danewerk schon zu Anfang des deutsch-dänischen Krieges, nachdem die Deutschen die Schlei überschritten hatten, 6. Febr. 1864 von den Dänen unter de Meza ohne Schwertstreich geräumt und darauf von den Siegern geschleift. Die 1900 am Danewerk vorgenommenen wertvollen Ausgrabungen sollen systematisch fortgesetzt werden.

Bibliographie

  • Handelmann: Das Danewerk (Kiel 1885); Philippsen u. Sünksen, Führer durch das Danewerk (Hamb. 1903)
  • Kaufmann: Der Rückzug von Danewerk und dessen geheime Geschichte (Berl. 1865)
  • Lorenzen: Dannevirke og Omegn (2. Aufl., Kopenh. 1864)

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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