Großherzoglich Badisches Husaren-Regiment, 1806–1815

Großherzoglich Badisches Husaren-Regiment, 1806–1812

Bei der Vereinigung der ausgestorbenen Baden-Badener Linie mit der Markgrafschaft von Baden-Durlach im Jahre 1771, übernimmt Carl Friedrich von Baden-Durlach eine Abteilung Husaren, die aus einem Offizier, einem Wachtmeister, einem Fourier und 18 Husaren besteht. Die Husaren leisten Ordonnanzdienst, außerdem reiten sie Streife, um die Sicherheit und Ordnung im Lande aufrechtzuerhalten. Bis zur Erhebung Badens zum Großherzogtum durch den französischen Kaiser Napoleon I. im Jahre 1806, sind die badischen Husaren auf Regimentsstärke mit vier Eskadrons gebracht, die sich nach französischem Vorbild gliedern. Das Großherzoglich Badische Husaren-Regiment gilt als eines der besten Kavallerieregimenter Europas; es ist nominell der Kaisergarde Napoleons unterstellt. Die abgebildeten 1:72 Figuren von Revell plänkeln auf einem 38 × 76 mm großen »cavalry skirmish stand« des Spielsystems Volley & Bayonet.

Figuren

  • Französische Gardejäger zu Pferd, 1:72 Revell 02576
  • Badische Husaren, 15 mm Jacobite BAN007
  • Badische Husaren, Führungsgruppe, 15 mm Jacobite BAN008

Inhaber

  • Großherzog Karl Friedrich I. von Baden, 1806–1811
  • Großherzog Karl Ludwig Friedrich von Baden, 1811–1818

Kommandeur

  • Rittmeister von Wallbrunn, 1771
  • Oberst von Freystedt, 1779
  • Oberst von Laroche, 1806

Garnison

  • Karlsruhe (Stab, 1. und 3. Eskadron)
  • Freiburg (2. und 4. Eskadron)

Kriegsformation

  • Regimentsstab
  • 1. Leib-Eskadron (4 Offiziere, 108 Mann)
  • 2. Eskadron (4 Offiziere, 108 Mann)
  • 3. Eskadron (4 Offiziere, 108 Mann)
  • 4. Eskadron (4 Offiziere, 108 Mann)

Uniform

  • grüner Dolman mit rotem Kragen und Aufschlägen, und gelben Schnüren
  • rot-gelbe Schärpe
  • grüner Pelz mit schwarzem Pelzvorstoß (weiß oder grau für Offiziere) und gelben Schnüren
  • Offiziere trugen im Felde eine grüne Litewka mit spitzen roten Aufschlägen
  • schwarze Säbeltasche mit gelber Bordüre und gelbem »CF« Monogramm. Im Felde wurden einfache schwarze Säbeltaschen verwendet.
  • rote Hosen mit gelben ungarischen Knoten (Schoitasch), ab 1807 graue Reithosen mit roten Biesen, und ab 1810 grüne Reithosen mit roten Biesen
  • schwarzer Tschako, mit rot-gelber Kokarde, gelben Bändern, gelben Behängen, gelbem Pompon und grünem Stutz, bzw. weißem Stutz für Offiziere bis Rittmeister, und weißem Stutz mit rotem Fuß für Offiziere ab Major. Offiziere trugen im Felde häufig den Zweispitz mit grünem, bzw. grün über rotem Stutz
  • schwarzer Kolpak für Husaren der Elitekompanie
  • schwarze Stiefel mit gelber Litze und Puschel, sowie silbernen Sporen
  • grüne Stiefel mit gelber Litze, Puschel, und goldenen Sporen für Offiziere ab Major
  • grüne Satteldecke mit gelber Bordüre; mit gelber Krone und »CF« Monogramm für Offiziere

Feldzugsgeschichte

  • Feldzug gegen Preußen, Sachsen, und Russland, 1806–1807
  • Feldzug gegen Österreich im Voralberg und Tirol, 1809
  • Feldzug gegen Russland, 1812

Um den Rückzug der zerschlagenen Grande Armée zu decken, reiten die Badischen Husaren am 28. November 1812 in der Schlacht an der Beresina gemeinsam mit ihren Kameraden der Großherzoglich Hessischen Chevaulegers eine verzweifelte Attacke gegen überlegene russische Kräfte, von der nur etwa 50 Mann beider Regimenter zurückkehren. Dieser Angriff verschaffte den zurückflutenden französischen und alliierten Truppen etwas Luft, um den gefährlichen Übergang üder die Beresina fortzusetzen.

Bibliographie

Fragen und Antworten

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Figuren der Napoleonischen Kriege