Fühlung

Fühlung

Fühlung (Gefühl), militärisch die leise Berührung (Tuch an Tuch) des in der geschlossenen Ordnung, im Glied stehenden Soldaten mit seinem Nebenmann mittels des Ellbogens, ein Hauptmittel zum Innehalten der Richtung marschierender Truppen. Die Reiterei reitet mit Fühlung in Deutschland Bügel an Bügel, in Österreich Knie an Knie.

Fühlung mit dem Feind haben heißt: ihm mit den Spitzen und Patrouillen so nahe sein, dass man über seine Bewegungen und seinen Verbleib unterrichtet ist. Das Verlieren der Fühlung lähmt die Verfolgung nach Gefechten und zwingt zu zeitraubenden Anordnungen zum Aufsuchen des Feindes. Dem Feind mit starken Massen stets nahe bleiben nennt man auch Fühlung an der Klinge.

In der Fechtkunst heißt Fühlung die gegenseitige Berührung der Waffen, die namentlich beim Stoßfechten nicht aufgegeben werden soll. Beim Reiten versteht man unter Fühlung das leichte Nachgeben des Pferdes vor der Einwirkung des Mundstückes. Die richtige Fühlung hängt ab von der Dressur des Pferdes und der Geschicklichkeit des Reiters in bezug auf die Weichheit und Stetigkeit der Faust (vgl. Reitkunst).

Die Abbildung zeigt bayerische Infanterieregimenter des Siebenjährigen Krieges in geschlossenen Linien. Die 15 mm Zinnfiguren von Old Glory wurden mit Künstler-Acrylfarbe und Künstler-Ölfarbe bemalt und für das Spielsystem Volley & Bayonet montiert.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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