Ausfall

Ausfall

Ausfall, das Hervorbrechen einer Truppe aus einer Stellung, namentlich aber Offensivunternehmungen der Besatzung einer Festung. Da in den neueren großen Plätzen stets für solche Zwecke mobile Truppen bereit sind, so haben die Ausfälle (1870/71 Paris, Metz; vgl. Festungskrieg) an Bedeutung gewonnen. Man will durch sie den Belagerer am Vorrücken des Angriffs hindern, sich Verbindungen nach dem Hinterland offen halten, Lebens- und Hilfsmittel aller Art hineinholen etc.

Im Exerzierreglement der Kavallerie ist Ausfall der in schnellster Gangart bewirkte Übergang eines Teils der Truppe aus der geschlossenen zur zerstreuten Ordnung behufs Verfolgung des Feindes od. dgl.

Ausfall in der Fechtkunst (passe) ist das schnelle Vorsetzen des rechten Fußes und der damit verbundene Angriff durch Stoß oder Hieb, beim Hiebfechten auch Vortritt genannt. Beim Stoßfechten muss das Auftreten mit dem Fuß hörbar sein, beim Hiebfechten geschieht es leise und so, dass während des Hiebes das rechte Knie gebogen und der Fuß in gerader Richtung nach dem Gegner gesetzt wird. Je schneller der Ausfall, namentlich beim Stoß ist, desto sicherer der Erfolg, wenn die Waffe gut geführt wird.

Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909

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